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Hintergrund zur Entwicklung von
STEF-AN-DROMEDA

Im August 1996 wurde bei dem achtjährigen Stefan Frey akute lymphatische Leukämie festgestellt. Die Strapazen der sehr aggressiven Chemotherapie, die Stefan und seine Eltern ertragen mussten, ging auch an uns, den Mitarbeitern der Firma FREY ADV GmbH nicht spurlos vorüber. Wir konnten offensichtlich nur danebenstehen, und - je nach innerer Einstellung - beten, hoffen oder Daumen drücken, dass es den Ärzten gelingen möge, Stefan wieder gesund zu machen.

Stefans Vater regte an, dem Krankenhauspersonal aus unserem Arbeitsumfeld "Datenverarbeitung" Hilfsmittel bereit zu stellen, die die tägliche Arbeit vereinfachen sollten. Vielleicht ließen sich durch eine geschickte Präsentation von Messreihen und Statistiken neue Zusammenhänge erkennen. Vielleicht konnte man die Ärzte von "Routineaufgaben" befreien, so dass sie mehr Zeit mit den Patienten verbringen und dadurch die Qualität der Versorgung steigern könnten?

In der Diskussion mit den behandelnden Ärzten kristalisierte sich ein Informationssystem für die Stationen und Ambulanzen, mit dessen Hilfe Messdaten von Patienten in unterschiedlichen Kombinationen und Darstellungen schnell abrufbar wären, als sehr nützlich heraus. STEF-AN-DROMEDA entstand.

Um finanzielle Hürden abzubauen, beschlossen wir, die zugehörige Software des Informationssystems kostenlos über das Internet abzugeben. Jedes Krankenhaus, jede Station sollte in der Lage sein, die Software einzusetzen. Einige Krankenhäuser haben davon Gebrauch gemacht, Studenten haben den offen gelegten Zugangscode weiterentwickelt - das war nicht umsonst.

Am 18.02.1998 wurde Stefan durch seine Krankheit besiegt, er war 10 Jahre alt.

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